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LAK Feminismus

Unser Statement zum Frauenkampftag 2021

Heute ist der 8. März - ein ganz besonderer Tag, denn heute jährt sich der internationale Frauenkampftag! Die Geschichte des Frauenkampftages reicht über 100 Jahre zurück und hat ihren Ursprung in der Arbeiterinnenbewegung. Seither kämpfen Frauen an diesem Tag für Gleichberechtigung und für das Ende des Patriarchats, also der von Männern dominierten Welt.

Besonders im Jahr 2021 ist es wichtig, immer noch von einem Frauenkampf zu sprechen, denn es gibt noch so viele Dinge, die sich verändern müssen! Die Pandemie zeigt, dass vorwiegend Frauen in den Berufen arbeiten, die für alle Menschen lebensnotwendig sind und trotzdem immer noch schlecht bezahlt werden. Außerdem leisten Frauen zu Hause immens viel unbezahlte Arbeit und leiden häufig unter mehrfachen Belastungen im Arbeits- und Privatleben. Probleme die es vor der Coronakrise gab, werden jetzt noch deutlicher. Doch Lösungen scheint die Regierung nicht anzubieten.

Wir sagen: Smash patriarchy!
Männer sind immer noch das regierende und dominante Geschlecht in unserer Welt. Sie haben häufiger eine hohe Stellung inne, verdienen mehr und genießen viele Privilegien. Das Patriarchat führt zu Unterdrückung und Gewalt. Dem stellen wir uns entschieden entgegen und fordern eine Gesellschaft, in der sich alle gleichwertig entfalten können.

Wir sagen: However I dress, wherever I go - Yes means Yes and No means No!
Frauen werden oft danach bewertet, wie sie auftreten oder sich kleiden - damit muss Schluss sein. Außerdem sind Frauen häufiger Opfer von sexualisierter und häuslicher Gewalt. Wir fordern präventive Maßnahmen, außerdem eine lückenlose Aufklärung der Taten und dass sie auch als solche benannt und nicht als "Beziehungsdrama" verharmlost werden. Weiterhin muss es ausreichend Schutzräume und Hilfe für die Betroffenen geben.

Wir sagen: Weg mit §219a! Der Paragraph 219a des Strafgesetzbuches verbietet Ärzt*innen die öffentliche Werbung von Schwangerschaftsabbrüchen. Ärzt*innen ist es demnach nicht gestattet öffentlich über die möglichen Methoden oder Praktiken eines Schwangerschaftsabbruches zu informieren. Wer, wenn nicht Ärzt*innen können am besten über Schwangerschaftsabbrüche aufklären und informieren!? Für uns ist es ganz klar, dass für jeden Menschen, der über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenkt, die wichtigen und besten Informationen uneingeschränkt zur Verfügung stehen müssen!

Wir Sagen: Der Kampf um die Befreiung der Frau ist international!
Ob es die mutigen Kämpferinnen, der YPJ, gegen den IS sind, Frauen welche gegen Genitalverstümmelung kämpfen, Aktivistinnen in Regimen wie dem Iran oder der Türkei, oder organisierten Textilarbeiterinnen in Bangladesch - Sie alle eint die Idee einer gerechten, einer freien Welt. In der Mädchen und Frauen ohne Angst und ohne Unterdrückung leben können.

Deshalb und noch wegen vielem mehr: Fight for feminism! Die Befreiung der Frau, befreit auch den Mann.

Heute finden in einigen thüringischen Städten Aktionen statt, darüber hinaus gibt es auch eine dezentrale Fotoaktion! Schaut doch mal auf der Homepage https://8mrz.arranca.de/ vorbei und informiert euch!