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LSPR

Konsequent gegen jeden Antisemitismus

Mit der Eskalation zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen, Palästina, infolge von Ausschreitungen zwischen israelischen Sicherheitsbehörden und teilen der arabischen Bevölkerung im Ostteil Jerusalems und darauf folgenden Raketenangriffen durch die islamistische Hamas und dem islamischen Dschihad aus dem Gazastreifen kochen international wieder vermehrt offen antisemitische Positionen hoch.

Durch Demoparolen welche Vernichtungsfantasien bedienten in Berlin oder Leipzig, durch antisemitische Graffitis in vielen deutschen Städten, durch Angriffe auf Synagogen oder den versuchten Brandanschlag auf eine israelische Flagge in Nordhausen sieht man, dass das alles nicht ganz weit weg ist sondern hier direkt vor der Haustür.

Auch in Thüringen brauchen jüdische Einrichtungen Polizeischutz, welcher ganz aktuell nochmal erhöht wurde.

Antisemitismus ist ein Problem, welches nicht nur rechts oder links zu finden ist, nicht nur nur im Islam oder Christentum teilweise gefördert wird. Sondern auch in migrantischen Milieus oder der "bürgerlichen Mitte" vorkommt. Antisemitismus gibt es in allen gesellschaftlichen Schichten und in allen politischen Richtungen. So verwundert es nicht, dass deutschlandweit aus allen politischen Millieus antisemitische Narrative wiedergegeben werden.

Jüdische Menschen in Europa, Deutschland, Thüringen leben zunehmend in Angst sich öffentlich zu ihrem jüdisch sein und ihrer Herkunft zu bekennen, da sie für zu viele Menschen zu einer Projektionsfläche für krude Verschwörungsideologien und Falschinformationen über die politische Lage in Israel werden.

Franzi, eine Genossin unseres Landesverbandes besucht selbst regelmäßig die Jüdische Landesgemeinde Thüringen und ist besorgt: "Es ist schon immer ein bedrückendes Gefühl an Polizeibeamt:innen vorbei zum Gottesdienst zu gehen, oder zu sehen, wie die Beter sich ihre Kippot (Mehrzahl für Kippa, typische Kopfbedeckung) vom Kopf nehmen, wenn sie die Synagoge verlassen, aber nach den Bildern die man aus anderen Städten sieht, und dem, was einem selbst auf Social Media und der Straße entgegenschlägt, stelle ich mir wieder einmal die Frage, wie ernst man es mit der Staatsräason nimmt, wie ernst der Kampf gegen die Bedrohung von jüdischem Leben auch hier genommen wird." Sie selbst trägt ihre Davidsternkette schon seit dem rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle nicht mehr, aus Angst von den falschen Leuten erkannt zu werden.

In den letzten Tagen konnte man eine Verschärfung der Situation sehen, die nach der Meinung von Betroffnen die von 2014 übersteigt, auf verschiedenen Plattformen berichten Jüdinnen und Juden über ihre Erfahrung, während die Polizei auf Demos wie in Berlin lange tatenlos zu sah, als der Tod von Jüdinnen und Juden gefordert wurde und dem Terrororganisationen Hamas und PFLP gefröhnt wurde.

Die Bekämpfung des Antisemitismus in jeglicher Form muss endlich für progressive politische Kräfte eine Selbstverständlichkeit werden. Kein Fussbreit dem Faschismus, egal welcher Coleur.