Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Kniefall vor Faschismus und Neonazismus

Kniefall vor Faschismus und Neonazismus

Am 26. und 27.August ereigneten sich in Chemnitz mehrere rassistische, rechtsradikale und nationalistische Hetzjagden durch die Chemnitzer Innenstadt, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. "Nicht nur der 26. August, sondern vor allem auch der Tag und Abend danach waren ein Kniefall des Rechtsstaates vor Faschismus und Neonazismus", erklärt Tim Rosenstock, Landessprecher der linksjugend['solid] Thüringen, in einer aktuellen Pressemitteilung. "An beiden Abenden zog ein Lynchmob durch die sächsische Stadt und Landesregierung sowie Polizei schauten zu. Es war weder ein Einsatzkonzept, noch der Wille, rechtsradikale Straftaten unterbinden zu wollen erkennbar", so Rosenstock weiter. "Gerade mit Blick auf den Jahrestag der Pogrome von Rostock-Lichtenhagen ist es umso erschreckender, dass Neonazis unter dem Beifall des Bürgertums eine Hetzjagd auf Migrant*innen und Antifaschist*innen veranstalten", ergänzt Georg Buder, ebenfalls Landessprecher der Thüringer linksjugend. "Während der Rechtsstaat gegenüber antifaschistischen Demonstratrationen sein ganzes Potential auffährt, zuletzt beim SEK-Aufgebot bei einer friedlichen Demo 'Gegen rechte Gewalt' in Wurzen, war in den vergangenen beiden Tagen nichts dergleichen zu sehen. Hitler-Grüße, Flaschen-, Böller- und Pyrowürfe sowie tätliche Angriffe ignorierte die Polizei 
geflissentlich. Der sächsische Staat und die sächsische Polizei hofieren die Neonazis und das trägt Früchte", kritisiert Buder. "Menschen, die bei solchen Aktionen mitmachen, sie unterstützen oder bejubeln, dürfen sich nicht wundern, wenn sie als genau das bezeichnet werden, was sie sind: Neonazis. Für das immer wiederkehrende Versagen von Rechtsstaat und Polizei in Sachsen müssen die verantwortlichen Personen endlich Konsequenzen ziehen: Hoyerswerda, Heidenau und nun auch Chemnitz sind keine Zufälle, sondern Ausdruck eines braunen Sumpfes, der sich über Jahre ungestört entwickeln konnte. Allen Antifaschist*innen, die in den vergangenen Tagen in Chemnitz ihr Gesicht gegen diesen braunen Ungeist gezeigt haben, möchten wir hingegen unseren tiefsten Dank aussprechen. Jetzt erst Recht!", so Buder und Rosenstock abschließend.