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Hambi bleibt - Kohleausstieg jetzt!

Was sich seit Wochen angekündigt hat, scheint seit gestern nun traurige Gewissheit: „Tag X“ ist gekommen - der Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen soll geräumt werden. Damitwerden nun unwiderrufliche Fakten geschaffen.Mit der Räumung der Baumhäuser verliert der Wald entscheidenden Schutz vor der Rodung. Der Hambacher Forst ist für viele mehr als ein weiterer Wald, der nun gerodet werden soll. „Der Hambacher Forst ist zu einem überregionalen Zeichen für den Klimaschutz und gegen die völlig verfehlte Klimapolitik der Bundesregierung geworden. Zudem hat er sich für viele Aktivist*innen über Jahre hinweg zu einem Zuhause entwickelt. Sie leben in den Baumhäusern und in der angrenzenden Siedlung.Er ist ein wichtiges Symbols des Widerstands",erklärt Alexander Seyffert, Landessprecher der linksjugend['solid] Thüringen, in einer aktuellen Pressemiteilung.
Nun erklärte Heimat- und Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU), die Baumhäuser zu „baulichen Anlagen“, sieht seit einer Besichtigung „Gefahr im Verzug“ und begründet somit die Notwendigkeit des sofortigen Vollzuges. Die Baumhäuser wiesen erhebliche brandschutzrechtliche Mängel auf. Auch wurdedas Fehlen von Flucht- und Rettungswegen sowie Geländern kritisiert. „Diese Baumhäuser bestehen teilweise seit mehreren Jahren. DieFeuerlöscher wurden Tage zuvor von der Polizei konfisziert. Warum kommen diese Bedenken erstjetzt, nach Ende des Sommers? Das ist aberwitzig und eine einzige Farce“, ergänztLorenz Münderlein, ebenfalls Landessprecher der Thüringer linksjugend.
"Die Räumung des Hambacher Forst muss sofort gestoppt und eine Trendwende in der Klimapolitik eingeleitet werden. Wir fordern einen sofortigen Kohleausstieg", sind sich Seyffert und Münderlein einig.