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"Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit" (WHO)

Heute mal wieder kein fröhlicher Anlass. Der 25.11 ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen*. Diese Gewalt hat viele Gesichter, ob physisch, strukturell diskriminierend, Gaslighting, Unterdrückung, Angst. Der Tag wird gehalten als Gedenktag und geht zurück auf die Ermordung der 3 Schwestern Mirabal 1960.  Die Statistiken sind erschreckend – oder eben genau das nicht, denn Gewalt, Belästigung und geschlechtsspezifische Diskriminierung sind Alltag und Teil des Sozialisationsprozesses von Mädchen und Frauen* weltweit. Von der Straße bis ins eigene Zuhause, einen Safe Space gibt es nicht. Die meisten Femizide werden verübt von Männern, die als Lebensgefährte oder Ehemann eine wichtige Rolle im Leben einnehmen oder einnahmen.  Femizid, so bezeichnet man Morde an Frauen, die allein aufgrund ihres Geschlechtes verübt wurden - à la da kann man es ja machen - und als Folge patriarchaler Strukturen vor allem in lateinamerikanischen Ländern ein strukturelles Problem darstellen. Femizid oder Femicidio ist in über 16 Ländern als konkreter Tatbestand aufgenomen wurden, dank des Engagement unter anderem der "Ni una menos"- Aktivist*innen. 

 

Nice Guy, Macho oder einfach Sexist – Gewalt und Agression als Antwort auf Zurückweisung, ob ungefragt im Internet über Social Media Portale, in Kneipen oder beim Einkaufen. „Ni una menos“ - Nicht Eine Mehr! ist eine Bewegung die seit 2016 in Argentinien auf die Morde an Frauen als ein strukturelles Problem aufmerksam macht. Einmal im Jahr zu Gedenken ist scheinheilig, wenn man 364 Tage des Wegschauens gegenüber stellt. Und das obwohl auch in Deutschland fast die Hälfte aller Frauen ab dem 16. Lebensjahr körperliche und / oder sexuelle Gewalt erlebt[1].  Wir sprechen darüber, wie man sich von jungen Jahren an Verhalten und kleiden sollte, Einschränkungen und Angst mache als Mittel zur Prävention anstatt Tätermotive zu analysieren und zu destruieren. 

 

Unter dem #esistnichtallesrosarot von TERRE DE FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V soll sich heute medial durch Fotos connected werden. In einigen Städten und das weltweit, finden Proteste und Gedenkveranstaltungen statt. Wir müssen aber auch in die Zukunft sehen und klar darüber werden wo wir hinwollen und wie wir dahin kommen. Femizide lassen sich nicht mit einer Gesellschaft als Grundlage verhindern, in der in Werbungen, Medien und dem persönlichen Umfeld Frauen*bilder befeuert werden, die das "schwache Geschlecht" propagieren und uns Frauen* den Männern als zugehörig suggerieren. 

 

 

[1] Studie https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/gewalt-gegen-frauen-zahlen-und-fakten.html