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Umweltpolitik PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, den 15. November 2007 um 19:32 Uhr

Der Klimawandel ist eines der schwerwiegendsten Probleme, die das kapitalistische System global hervorbringt. Zur Maximierung des Profits wird in Kauf genommen, die gesamte Menschheit in ihrer Existenz zu bedrohen.

Eine stetig steigende Weltbevölkerung kann in ihrem Energiehunger durch herkömmliche Kohle- und Atomkraftwerke nicht mehr befriedigt werden. Da die bisher primären Energieträger wie Kohle und Öl begrenzt sind und ihre klimafeindlichen Auswirkungen zwangsläufig zur Verschärfung der Krise führen, stellt sich die Frage nach alternativen Energiequellen. Atomenergie ist, anders als behauptet, durch Uranabbau nicht unproblematisch und emissionsfrei. Die Endlagerung von radioaktivem Abfall ist völlig unzureichend und gefährlich. Kohlekraftwerke gehören zu den emissionsstärksten Energieerzeugungstechnologien, Kohleabbau als landschaftszerstörende Maßnahme ist darüber hinaus ökologisch unverträglich.

 

 

Um das Klima- und Energieproblem zu lösen, ist eine alternative Energiebereitstellung notwendig, die mit rigoroser Energiesparsamkeit einhergehen muss. Der Energiemix der Zukunft muss sich deshalb aus Geothermie, Solar, Wind (vor allem Offshore-Anlagen), Wasser, Kraft-Wärme-Kopplung und Biomasse zusammensetzen. Der Einsatz von Biomasse ist derzeit Hauptträger der sogenannten regenerativen Energiebereitstellung. Um die klimapolitischen Ziele zu erreichen, wird es zwangsläufig notwendig, die anderen Energieformen neben der Biomasse verstärkt zu fördern. Die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte wie Raps und Mais zu Biodiesel ist im Hinblick auf eine extreme Nahrungsknappheit weltweit kritisch zu hinterfragen.

Ein kostenfreier, gut ausgebauter ÖPNV ist ein wichtiger Faktor zur Senkung der Emissionen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Deutsche Bahn in öffentlicher Hand bleiben und darf auch dort nicht unter den Zwang der Profitmaximierung geraten. Der Ausbau des ÖPNV besonders in ländlichen Regionen, die Erhaltung sogenannter unrentabler Strecken und die Wiedereinrichtung bereits geschlossener Bahn- und Busverbindungen muss umgesetzt werden.

Eine nachhaltige Umwelt- und Klimaschutzpolitik erfordert statt „Wegwerf-Gesellschaft“ und Ressourcenverschwendung zu Gunsten von Profitinteressen eine effiziente Ressourcennutzung und –verteilung Die ökologische Frage kann nur mit der Systemfrage gemeinsam gelöst werden.

 

    Daher fordern wir
  • konsequenter Atomausstieg
  • Verbot des Neubaus von Kohlekraftwerken
  • Stopp des Braunkohleabbaus in der Lausitz
  • Einrichtung eines flächendeckenden und kostenlosen ÖPNV
  • Vergesellschaftung bereits privatisierter Anteile der Deutschen Bahn AG Holding und deren Tochtergesellschaften
  • Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene
  • Staatliche Marktregulierung hin zu regionalen Wirtschaftskreisläufen
  • Stopp von Streckenstilllegungen bei der Bahn
  • flächendeckender Ausbau von Radwegen
  • Förderung der Rad-Bahn-Vernetzung
  • Stopp der Werraversalzung
  • Stopp des Baus der 380kV-Leitung durch den Thüringer Wald, stattdessen Ausbau der dezentrale Energieversorgung
  • Verbot von Patenten auf Organismen, Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen
  • Verbot der Verarbeitung von Raps, Mais und anderen Pflanzen zu Agrodiesel Förderung von Verfahren zur Steigerung der Energieeffizienz
 

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