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Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, den 15. November 2007 um 19:32 Uhr

Das Grundrecht auf Bildung wird im deutschen Bildungssystem missachtet. Das deutsche Bildungssystem ist vollkommen unterfinanziert. Die Bildungsausgaben liegen weit unter dem europäischen Durchschnitt. Die Folge ist, dass in allen Bildungseinrichtungen qualifiziertes Personal, Ausstattung und geeignete Räumlichkeiten fehlen. Durch Kita-, Schul-, Prüfungs- und Studiengebühren sowie durch die unzureichende Lehrmittelfreiheit hängt Bildungserfolg immer stärker vom Geldbeutel der Eltern ab. Die Trennung nach der vierten Klasse führt zu einer sozialen Selektion. Insbesondere Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten werden diskriminiert.

 

 

Durch stures Auswendiglernen und Frontalunterricht werden SchülerInnen entmündigt und nicht zum selbstbestimmten Denken und verantwortlichem Handeln befähigt. Schülerinnen und Schüler sind mit repressiven Instrumenten wie Kopfnoten und Sitzenbleiben konfrontiert. Mehr und mehr nimmt die Privatwirtschaft Einfluss an den Schulen und Hochschulen. Die kapitalistische Verwertungslogik führt zu zunehmender „Verschulung“ und zur erzwungenen Verkürzung des Studiums sowie zu einer Ausrichtung allein auf die Verwertbarkeit für die Wirtschaft. In den Vorlesungsverzeichnissen sucht man erfolglos nach kritischer Wissenschaft.

Die Linksjugend [’solid] Thüringen streitet für bessere Bildung für alle.

 

    Daher fordern wir
  • Mehr Geld für Kitas, Schulen und Hochschulen
  • Grundsätzliche Gebührenfreiheit der Bildung, Abschaffung jeglicher Studien- und Verwaltungsgebühren
  • Elternunabhängiges Bafög
  • Kostenlose und gesunde Schulspeisung, umfassende Lernmittelfreiheit
  • Weg mit dem Thüringer Ausbildungspakt; Start der Initiative zur Einführung einer gesetzlichen Ausbildungsplatzumlage
  • Ausfinanzierung des Thüringer Studentenwerks
  • Abschaffung des gegliederten Schulsystems; gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse, integrative Beschulung für alle Schülerinnen und Schüler
  • Weg mit repressiven pädagogischen Instrumenten; Abschaffung der Noten und Kopfnoten
  • Erlangung der Hochschulreife mit einem Berufsabschluss (kein zusätzliches Abitur notwendig)
  • Demokratisierung von Schule und Hochschule; Rücknahme des undemokratischen Thüringer Hochschulgesetzes; Sicherung der verfassten Studierendenschaften mit politischem Mandat und gesetzliche Verankerung der Konferenz Thüringer Studierendenschaften (KTS)
  • Verbesserte Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer, Ausrichtung der Lehrpläne an der Praxis
 

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