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Seite 1 von 2 Mittlerweile ist der 13./ 14. Februar in Dresden ein Datum geworden, das symbolisch für den Erfolg antifaschistischer Proteste steht. In den letzten Jahren gelang es vielen AntifaschistInnen unterschiedlicher Spektren, ein bis dahin einzigartiges Zeichen zu setzen. Aber dieses Datum steht auch für einen absurden Gipfelpunkt der Repression. Durch den Erfolg der Aktionen des breiten antifaschistischen Bündnisses im Gegensatz zu „Menschenketten“ und bürgerlichen Gedenkaktionen, die angesichts eines Naziaufmarsches dann doch eher bizarr bis surreal wirken, wurden die Image- und Ansehensrettungsaktionen der CDU und ihres Spektrums von DemokratiemissversteherInnen der Lächerlichkeit preis gegeben. Durchgesetzt haben sich jene, die konsequent, d. h. mit allen nötigen Mitteln dafür gekämpft haben, Europas größten Faschistenaufzug in den Mülleimer der Geschichte zu befördern – stark durch ihr Zusammenwirken, die vernünftige Einheit vieler verschiedener Aktionsformen. Aber diese Neuheit hat ein besonderes „Interesse“ des Staates und seiner diversen Organe auf den Plan gerufen. Denn während sich manche SpießbürgerInnen und jene, für die Demokratie bei der Abgabe des Wahlzettels aufhört, noch darüber wundern, dass in ihrer Mitte, in ihrem zivilgesellschaftlichen Zuständigkeitsbereich wirklich die größte Faschistenversammlung unserer Kontinents stattgefunden haben soll, ist die „Politik“ längst weiter: Der Staat beginnt, NazigegnerInnen massiv mit Repression zu überziehen, unermüdlich einzuschüchtern und das bisher größte und breiteste antifaschistische Bündnis von Antifagruppen bis zu Gewerkschaften und bürgerlichen Parteien zur „kriminellen Vereinigung“ zu erklären. Ist dieses Handeln in irgendeiner Weise logisch? Natürlich fürchtet ein Staat, dessen Wirtschaft Menschen ausbeutet, dessen Politik seine BürgerInnen auf Kriege trimmt, dessen Sozial- und Asylpolitik Menschen massiv diskriminiert und entrechtet, Menschen, die sich jenseits seiner parlamentarischen Strukturen selbstbestimmt organisieren. Umso mehr, je entschlossener sie dies tun. Und die AntifaschistInnen sind entschlossen und werden nicht wurzeln, wo sie stehen! An der Repression macht der Staat zweierlei deutlich: seine Angst vor einem selbstbestimmten, zielgerichteten Schulterschluss vieler Menschen einerseits und seine Oberflächlichkeit in antifaschistischen Belangen andererseits. Wo ist die Lehre der politischen Repräsentanten der BRD aus dem Nationalsozialismus? Die AntifaschistInnen stehen in der Tradition des Schwures von Buchenwald und der Weg, der durch diese Tradition vorgezeichnet ist, macht keinen Bogen um die Stöcke, die ihm quergeworfen werden. Und es ist der Erfolg dieser entschlossenen Menschen, dass dieses Datum im Februar mittlerweile so eindeutig mit einem Ereignis, einem Problem und einer Lösung dieses Problemes verbunden wird. Und sie waren schon lange vor dem öffentlichen Interesse am Nazitreiben in Dresden: als noch vor wenigen Jahren nur die Antifagruppen zu einem wahrnehmbaren Protest entschlossen waren, als der Naziaufmarsch die Stadt noch dominierte, mit RekordteilnehmerInnenzahlen von bis an die 7000. Sie stehen schon seit Jahren unter dem Druck der Repression, mussten Vergleiche mit Nazis über sich ergehen lassen und leisteten doch die ganze Zeit qualitative Recherche über Nazis und deren Netzwerke. All diesen GenossInnen und MitstreiterInnen, insbesondere aus den Antifagruppen, gilt unsere Solidarität und unser Dank! Und auf Grundlage ihrer Vorarbeit wurde es 2009 möglich, ein Bündnis aufzustellen, in dem sich Antifaschistische Aktion und bürgerliches Spektrum annäherten und so den Grundstein legten für einen bedeutenden Erfolg gegen Nazis in der BRD.
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